Weingutsterben in Rheinland-Pfalz stoppen

In Rheinland-Pfalz befinden sich 63 Prozent der deutschen Rebflächen – sechs der insgesamt 13 deutschen Weinanbaugebiete liegen hier im Land. Doch den Winzerinnen und Winzern geht es schlecht – Klima-wandel, steigende Produktions- und Energiekosten, hohe Anforderun-gen beim Pflanzenschutz, weniger Weinkonsum und ein Überangebot an Wein auf dem Weltmarkt: in vielen Weinkellern gehen die Lichter aus. Der direkt gewählte Landtagsabgeordnete im Wahlkreis Bad Dürkheim an der Deutschen Weinstraße Markus Wolf erklärt:

„Durch die Lebensader von Rheinland-Pfalz fließt Wein – doch der Puls lässt nach. Weinbau hat bei uns eine über 2.000 Jahre alte Tradition. Nun steht die Hauptweinlese kurz bevor und bei vielen Winzerinnen und Winzern herrscht große Verunsicherung. Rheinland-Pfalz droht ein großes Weingutsterben“.

Seit gut einem Jahr macht die CDU-Landtagsfraktion regelmäßig Vorschläge für notwendige Sofortmaßnahmen, um den Weinanbaubetrieben im Land schnell und unkompliziert zu helfen (vgl. hier). Die Landesregierung hat alle Initiativen abgelehnt.

„Rheinland-Pfalz ist Weinland – der Landesregierung kommt daher eine Vorreiter-Rolle zu. Viel früher und schon viel länger hätte die Landesregierung den Weinanbaubetrieben im Land unter die Arme greifen müssen – jetzt ist es möglicherweise für viele Winzerinnen und Winzer zu spät. Weinbauministerin Schmitt hat viel zu lange gebraucht, um die Probleme zu erkennen.“

Als CDU-Landtagsfraktion setzen wir uns mit Nachdruck für die sogenannte „Rotationsbrache“ ein: Winzerinnen und Winzer können dann Teile ihrer Flächen roden und Biodiversitätsmaßnahmen wie Blühstreifen durchführen, ohne dass die Pflanzrechte verloren gehen.

„Der Vorschlag liegt seit Monaten auf dem Tisch, wir fordern die Ministerin auf, sich mit Nachdruck dafür einzusetzen. Seit Schmitts letztem ‚Spitzengespräch Weinbau‘ sind zehn Monate vergangen ohne, dass sich etwas getan hat. Wir brauchen jetzt schnellstmöglich ein landeseigenes Sofortprogramm für unsere Winzerinnen und Winzer!“